Einen gelungenen Start ins neue Jahr schaffte die Erste zum Rückrundenstart in Schwürbitz. Mit dem dritten Sieg in Serie verschaffte man sich somit etwas Luft zu den Abstiegsrängen. Chris und Tom blieben mit je 2,5 Punkten ungeschlagen.

Das Hinspiel ist noch gar nicht so lange her, damals gab es die große „Emy Show“ als wir ohne Chris und Philipp antreten mussten. Diesmal musste Schwürbitz mit Björn und Sven auf zwei Stammspieler verzichten während bei uns Philipp immer noch fehlte. Doch Emy kam diesmal nicht zum Einsatz, der soll abgeschottet von der Presse behutsam und langsam aufgebaut werden 🙂
Wer gedacht hatte Tüschnitz hat gegen dezimierte Schwürbitzer leichtes Spiel, der wurde eines besseren belehrt. Der 7:3 Sieg hört sich zwar deutlich an, doch der Weg dort hin war alles andere als leicht. Knackpunkt war, dass vier von fünf Entscheidungssätze an uns gingen, sonst hätte das Match auch einen ganz anderen Verlauf nehmen können.
Bei den Doppeln verloren Chris und Jannik überraschend deutlich in drei Sätzen gegen das „Firewall Doppel“ Imhof/Mahr. An der Nebenplatte lagen Micha und Tom auch schon mit 0:2 Sätzen hinten. Doch nach weiteren dramatischen drei Sätzen konnten beide das Spiel noch drehen und zum 1:1 ausgleichen.
Im ersten Einzel des Abends gab es reichlich Sägespähne, denn Stefan Imhof sägte gegen Jannik hinter der Platte präziser als jede Kreissäge. Jannik war zwar in jedem Satz bis auf zwei Punkte dran, dennoch musste er sich mit 0:3 geschlagen geben.

Stefan Imhof, der Spieler der anstelle eines Belages ein Diamantsägeblatt auf dem Holz hat
Chris hatte im ersten Satz gegen Jochen Mahr zunächst auch Probleme und verlor relativ klar mit 5:11. Danach stellte er sich aber immer besser auf seinen Gegner ein und musste nur im dritten Satz noch einmal kurz zittern (14:12). Letztlich war es aber ein vollkommen verdienter Sieg zum 2:2 Zwischenstand.

Souveräner Auftritt von Chrissy gegen Jochen
Tom bekam es danach mit der Schwürbitzer Allzweckwaffe Rudi Böhlein zu tun. Es wurde wie fast immer zwischen den beiden ein hartes Match über fünf Sätze. Tom kam gut in die Partie und holte sich den ersten Satz mit 11:7. Es folgten drei knappe Sätze, von denen Tom zwei für sich entscheiden konnte

Packendes Match zwischen Tom und Rudi

Taktikbesprechung vor dem Entscheidungssatz
Der fünfte Satz war aufgrund der warmen Temperaturen in der Halle auch eine Konditionsfrage. Tom wurde immer sicherer und ging mit einer 5:1 Führung zum Seitenwechsel. Rudi versuchte noch einmal alles, doch Tom blieb stabil und gewann mit 11:4.
Micha hatte gegen Norbert Korzendorfer nur im ersten Satz Probleme, danach hatte er seinen Gegner gut im Griff und gewann das Match klar in drei Sätzen.

Klarer Sieg von Micha gegen Norbert
Nach einigen Startschwierigkeiten haben wir immer besser ins Match gefunden und zur Halbzeit aus einem 1:2 Rückstand eine 4:2 Führung gemacht.

Tom war immer noch fertig nach dem Spiel gegen Rudi und hatte Probleme die Zahlen umzudrehen 🙂
Die zweite Einzel-Runde startete mit dem Top Duell zwischen Stefan und Chris. Chris holte sich zwar den ersten Satz, hatte danach aber erhebliche Probleme mit dem Abwehrkünstler auf der anderen Seite. Aber wenn sich einer innerhalb eines Spiels mehrmals neu erfinden kann, dann ist es Chrissy. Plötzlich war er wieder da und drehte das Match nach 1:2 Satzrückstand noch eindrucksvoll zu seinen Gunsten.

Ein sehenswertes Match zwischen Chris und Stefan
Ebenso packend war auch die Partie zwischen Jochen und Jannik. Jochen zeigte ein starkes Spiel und ging zweimal nach Sätzen in Führung. Jannik konnte aber jeweils zurück schlagen und so musste auch hier der fünfte Satz entscheiden. Kuriosum am Rande: Tom dachte Jannik hätte nach dem 2:2 Ausgleich das Match gewonnen und hatte nicht mitbekommen, dass es noch einen Entscheidungssatz gibt. Er gratulierte Jannik zum Sieg, woraufhin dieser sich bedankte. Tom marschierte mit dem Schläger in der Hand richtung Platte um sein Spiel gegen Nobby zu bestreiten. Unterwegs fragten Melissa und Jürgen (Weiß): „Wu willst denn Du hie?.. die mach fei nuch an Sotz“ Tom war sichtlich verwirrt und versuchte die Situation unter dem Motte „warmlaufen“ unter den Teppich zu kehren 🙂
Der Entscheidungssatz zwischen Jannik und Jochen war dann an Spannung nicht mehr zu überbieten. Jochen blockte alles weg was auf seine Seite kam, aber Jannik hatte am Ende dann doch hauchdünn mit 11:9 die Nase vorn. es war ein geiles Match von beiden!

Bis auf die Ohrläppchen waren bei Jannik´s Aufschlägen alle Körperteile in Bewegung 🙂
Der Sieg war eingetütet und die zwei letzten Spiele konnten ohne Druck angegangen werden. Rudi gegen Micha waren die Hauptdarsteller beim nächsten dramatischen Match. Micha benötigte den ersten Satz um erst einmal gegen Rudi ins Spiel zu kommen (7:11). Danach schien er aber immer mehr die Kontrolle über das Match zu bekommen und ging mit 2:1 in Führung (11:8, 11:4). Im vierten Durchgang war Rudi dann plötzlich wieder da, dennoch hatte Micha beim Stand von 10:8 zwei Matchbälle. Beide konnte Rudi abwehren und den Satz sogar noch gewinnen.

Eine Taktikbesprechung gegen Rudi schein sinnlos, da dieser unberechenbar ist
Im Entscheidungssatz lief dann bei Micha nichts mehr zusammen während Rudi noch einmal alles aus sich heraus holte. Mit 11:2 konnte Rudi ein eigentlich schon verlorenes Match noch gewinnen und war mit 15 gespielten Sätzen der „Marathonmann“ des Abends.

Rudi ist erst besiegt wenn er besiegt ist
Das ewige Duell zwischen Tom und Nobby war dann eher unspektakulär. Eigentlich lieferten sich beide immer einen heißen Kampf, welcher sehr oft erst im fünften Satz beendet wurde. Doch diesmal befand sich „Nobby, die schwarze Mamba“ anscheinend noch im Winterschlaf, denn Tom hatte überraschend leichtes Spiel. Allerdings wäre die Sache für Tom fast noch einmal brenzlig geworden, als Norbert nach einem 2:9 Rückstand im dritten Satz plötzlich zum 9:9 ausgleichen konnte. Mit Glück und Geschick und gefühlten zwei Zementsäcken am Arm schaukelte Tom das Ding dann doch noch nach Hause.

Nobby befand sich noch in der Findungsphase nach der Winterpause 🙂
Am Ende war es ein wichtiger Sieg für uns im Kampf um den Abstieg. Schwürbitz lieferte aber trotz zwei Ersatzspielern einen heißen Kampf und hätte mit etwas Glück durchaus einen Zähler mitnehmen können. Trotz der Niederlage wurden wir im Häusla auch diesmal wieder mit einem leckeren Essen versorgt. Melissa fragte sogar ob man auch einmal unangemeldet zum Essen vorbeischauen könnte 🙂