Walter Heller-Pokal: Tom schlägt zurück ! – Jannik und Jonas im „Doppel-Himmel“

Wer an den vergangenen Weihnachtstagen in Tüschnitz und Umgebung (oder gar in Forchheim) eventuell einige unerklärliche scharrende Geräusche vernommen haben mag – er hat schon richtig gehört, denn nicht weniger als 16 TTC-ler scharrten mit den Hufen oder klapperten mit Schnaidbreidla daham rum voller Vorfreude auf unsere Jahresabschluss-Turniergaudi um den Walter Heller Gedächtnispokal – auf gut tüschnitzerisch „Breidla-Turnier“ genannt.

Unser TTC-Traumpaar: Edi und Robby, der sogar beim Sandpapier-Lernen herhalten muss.
Grinsen ist Trumpf bei diesen vier „Glabberern“

16 „Glabberer“ mussten also in vier Vorrundengruppen ran und wir wären ja nicht der TTC wenn nicht irgendeiner (in dem Fall mal wieder Tom) eine wunderbare Idee gehabt hätte: „Nouch dä Vorrundn gibt´s ka Vädl- sondern erschdamol a Ochdlfinale“, was bedeutet: keiner scheidet nach der Vorrunde aus. Geil, hä? Turnierleiter Heinz pappte also zwei Turnierbögen zusammen, so dass das Achtelfinale auch auf dem Papier Platz finden konnte – und der Motivationsschub war enorm. Keiner musste bzw. durfte heim und ALLE mussten am Ende auch noch im Doppel ran bis letztendlich der Feierabend-Leberkäse den Nachmittags-Kaffee ablöste und die Glabberei ein Ende hatte.

Man beachte die Flughöhe des Balles bei seiner 333. Überquerung des Netzes – in einem Ballwechsel wohlgemerkt.

Die alles entscheidende Frage war jedoch: wer schafft es nun endlich, diese bananenrepubklikähnliche Dauerherrschaft von Chris und Tom, die sich in den vergangenen mehr als 15 Jahren gegenseitig die Breidla-Krone zuschusterten, zu beenden????

Die Hoffnung wurde zumindest größer, als nämlich Chris gleich in der Vorrunde ein Match gegen Michael mit 2:3 hergeben musste, dieser wiederum aber gegen Coach Thomas Angles Federn ließ („Dieser Mensch macht ja gar nix!!!“). Naja, das „gar nix machen“ hat am Ende zum Matchsieg für den mit allen Wassern gewaschenen Taktik-Fuchs aus der Sechsten gereicht.

Auch in Gruppe B gab es nicht wirklich einen Überflieger. Jannik blieb zwar ohne Niederlage, musste sich beim 3:2 gegen unseren „Icke“ Mäizl gewaltig strecken, um das Ding noch heim zu schaukeln.

In Gruppe C (von der Turnierleitung respektlos die „Pfüedle-Grubbn“ genannt) hielt sich Georg schadlos und pfüedelde sich zwar ohne Niederlage, aber doch mit einigen Satzverlusten zum Gruppensieg. Einzig in Gruppe D schummelte sich Tom ohne viel Worte und vor allem völlig ohne Satzverlust auf Platz eins der Gruppe. („Dä werd doch niä schö widdä…!?“).

Im Achtelfinale trafen dann die Gruppensieger auf die Gruppenvierten und die zweiten auf die Dritten. Die Gruppensieger meisterten ihre Aufgaben jeweils ziemlich souverän aber bei den Begegnungen der Zweiten gegen die Dritten gab es ein Hauen und Stechen mit ewigen Ballwechseln, die die Turnierleitung dazu veranlasste, auf die entsprechenden Rufe nach einem Zeitspiel gemäß Wettspielordnung ein Tüschnitzspezifisches „Zeitspiel-Verbot“ mangels anwesender Schiedsrichter auszusprechen.

Letztendlich trafen sich im Viertelfinale folgende Paarungen: Chris und Mäizl, das der Vorjahressieger gerade noch so mit 3:2 heimschaukeln konnte; Dieter G. (der als bester Getränkewart ever tatsächlich das Kunststück fertigbrachte, nur einen Tag nach Weihnachten jede Menge Leberkäse zu organisieren) gegen Jannik, in dem sich Jannik mit dem 3:0- Sieg endgültig als gleichwertiger Favorit entpuppte und der aufmerksame Zuhörer bereits heimliche „Jannik – Jannik“ – Flüstertöne vernehmen konnte.
Der im richtigen Tischtennis als Noppenguru agierende Georg setzte sich gegen den frisch gebackenen Plattenkünstler (=Anti-Top) Ditzi mit 3:0 durch und Heinz sah gegen den immer noch verdächtig schweigsamen Tom wie schon in der Vorrunde kein Land. Tom damit immer noch ohne Satzverlust („Dä werd doch niä wirklich schö widdä…!?“).

Im Halbfinale setzte Chris dann der Erfolgsserie von Jannik mit einem 3:1 ein jähes Ende und alle Träume der Anwesenden auf einen neuen Breidla-König zerplatzten wie eine Seifenblase zumal Tom mit Georg ebenfalls kurzen Prozess machte und auch in seinem sechsten Spiel ohne Satzverlust blieb.

Die Zwei haben es also wieder getan !!!!

…und erste Rufe nach einem Turnierausschluss wurden laut, oder auch so was wie „Dudd sa hald alla gleich nei aane Grubbn“ – aber nützt ja auch nix, wenn keiner rausfliegt.

Im Endspiel verlor dann Tom zwar seinen einzigen Satz im ganzen Turnier – aber es war halt wirklich der einzige und er holte sich damit die Breidla-Krone mittels seiner „Fire-Wall-Abwehr“ eindrucksvoll zurück während das gewohnte Chrissie-Fire diesmal eher etwas Glühwürmchenhaftes an sich hatte. Aber ein sehenswertes Endspiel war es natürlich allemal einmal mehr.
In einem letzten Kraftakt ächzte sich Jannik mit einem 3:2 zum 3. Stockerlplatz gegen Noppen-Georg, der bewies, dass es ihm völlig wurscht ist, ob er nun mit Noppen oder Sandpapier spielen muss. Vielleicht hätte dieses verborgene Talent viel früher mit Tischtennis anfangen sollen…?

Das Grinsen nimmt kein Ende – zurecht!

Ein bisschen neu war dann auch der Doppel-Modus, denn kurzer Hand wurden die Viertelfinal-Teilnehmer in einen Lostopf geschmissen und die Ausscheider der ersten KO-Runde durften ihr „Händchen“ auf andere Art und Weise testen. Hier schnappte sich der breidlamäßig noch sehr unerfahrene Toni gleich den Chris und die beiden schafften es auch tatsächlich bis ins Endspiel nachdem sie bereits im ersten Spiel gegen Heinz und Coach Thomas zwei Matchbälle abwehren mussten. Am Ende waren dann aber doch Jonas und Jannik das sicherste Doppel des Tages und gewannen das Endspiel mit 3:1.
Das Spiel um Platz 3 sicherten sich Mario und Mäizl gegen Michael und Dieter G.

…hier liegt das Hauptmotiv
…und die hier hatten die meiste Kondition

Das wichtigste nach dem Geglabber war aber, dass wir wieder einmal eine gut besuchte super Jahresendgaudi hatten – und – das soll uns erstmal einer nachmachen: frisch gebackener Leberkäse einen Tag nach Weihnachten!!!!

Wie sagte neulich unser Profi Coach Thomas A.: „Es gibd schö einicha guda Dischdennisvereine, ouwe dä DDC is hald a KULD!
Rechd hoddä !

Schöö is beim TTC !

Ach ja: wen´s interessiert hier noch die Ergebnisse im Detail:
Gruppe A: …………………Gruppe B:……………….. Gruppe C: ……….Gruppe D:
1. Chris 2:1 8:4 …………..Jannik 3:0 9:2 …………….Georg 3:0 9:3 ……Tom 3:0 9:0
2. Thomas A. 2:1 7:4 ……Mäizl 2:1 8:3 ………………Dieter H. 2:1 8:3 .Heinz 2:1 6:5
3. Michael 2:1 7:5 ……….Dieter G.1:2 3:8…………. Jonas 1:2 4:8 …….Mario 1:2 5:6
4. Toni 0:3 0:9 ……………Jürgen 0:3 2:9 …………….Edgar 0:3 2:9 …….Corina 0:3 0:9

Achtelfinale: ………………………………………………..Viertelfinale:
Chris – Jürgen: 3:0 Georg – Corina: 3:0 …………….Chris – Mäizl: 3:2
Michael – Mäizl: 1:3 Dieter H. – Mario: 3:2………… Dieter G – Jannik: 0:3
Thomas A. – Dieter G. 1:3 Jonas – Heinz: 2:3 …….Georg – Dieter H. 3:0
Toni – Jannik: 0:3 Edgar – Tom 0:3 ……………………Heinz – Tom: 0:3

Halbfinale: ………………Endspiel: …………………………Spiel um Platz 3:
Chris – Jannik: 3:1…… Chris – Tom: 1:3 …………………..Jannik – Georg: 3:2
Georg – Tom: 0:3

Doppel: VF:……………………………………….. HF:
Jürgen/Georg – Michael/Dieter G: 0:3 ……..Michael/Dieter G. – Toni/Chris: 0:3
Thomas A./Heinz – Toni/Chris: 2:3
Corina/Tom – Mario/Mäizl: 0:3 ………………..Mario/Mäizl – Jonas/Jannik: 1:3
Jonas/Jannik – Edgar/Dieter H.: 3:0
Endspiel: …………………………………………Spiel um Platz 3:
Toni/Chris – Jonas/Jannik: 1:3 ………………Michael/DieterG. – Mario/Mäizl: 1:3