TTC 1960 Tüschnitz – RMV Concordia Strullendorf 7:3

Tüschnitz grüßt weiter von der Tabellenspitze – erneute Topleistung im Spitzenspiel gegen die Strullis – überragende Doppel sowie ein mit vier Punkten starkes zweites Paarkreuz waren ausschlaggebend für den dritten Sieg im dritten Spiel

Der Wahnsinn in Tüschnitz geht weiter, denn auch der Tabellenzweite aus Strullendorf konnte uns nicht stoppen und das obwohl der Neuzugang der Gäste Robert Luger, ein ehemaliger Landesliga Spitzenspieler mit von der Partie war.

Auch diesmal wurde der Grundstein zum Sieg bei den Doppeln gelegt. Chris und Jannik gewannen nach einem überaus hochklassigen Match gegen Friedmann/Bartelt sensationell mit 3:0. Allerdings waren alle drei Sätze hart umkämpft und wurden jeweils mit 2 Bällen unterschied gewonnen. Micha und Tom benötigten gegen das Devensivdoppel Luger/Lengenfelder einen Satz um die richtige Strategie zu finden. Mit 11:2 und 11:5 spielten sie sich dann aber in einen echten Rausch. Im vierten Satz waren dann wieder die zwei Strullendorfer am Drücker und hatten sogar drei Satzbälle. Micha und Tom behielten die Nerven und schaukelten letztlich das Match nach Hause.

Eine plausible Erklärung warum es in dieser Saison bei den Doppeln so gut läuft können selbst führende Wissenschaftler nicht liefern. Auch angesehene Paartherapeuten stehen vor einem Rätsel 🙂

Chris bekam es im ersten Einzel mit dem (Noppen) Abwehrspezialisten Robert Luger zu tun. Der erste Satz war zum reinkommen, danach war Chris aber drauf und dran den Abwehrcode von Robert zu knacken. Es fehlte aber sowohl im zweiten als auch im dritten Satz jeweils das Quäntchen Glück zum Satzgewinn. Aber es war schon beeindruckend was Robert in der nach hinten doch etwas begrenzten Halle alles so zurück schnibbelte.

Chris versuchte alles gegen den Abwehrkünstler Robert Luger

Nicht viel einfacher war die Aufgabe für Jannik gegen den unbequem zu spielenden Niklas Friedmann, dem Meister des Blockspiels. Aber zu was Jannik fähig ist wenn man ihn von der Leine lässt das hat er gegen Niklas eindrucksvoll bewiesen. Mit purer Spielfreude und präzisen Angriffsbällen ließ er seinen Gegner nie zur Entfaltung kommen. Selbst den ansonsten verwöhnten Zuschauer auf den VIP Plätzen viel vor lauter Begeisterung fast das Champagnerglas aus den Händen.

Jannik brachte die gelbe Wand zum Einsturz

Der 2 Punkte Vorsprung blieb nach der Punkteteilung vorne weiter bestehen. Herzlich war anschließend die Begrüßung zwischen Tom und Alfred (Ali) Lengenfelder, einem echten Original. Ali hat sich heuer in der vierten Mannschaft aufstellen lassen um die Löcher in allen Mannschaften über ihm stopfen zu können. Als Ü 70 jähriger kann man da einfach nur Respekt haben, er ist immer noch fit wie ein Turnschuh, als wäre er irgendwann in einen Kessel Zaubertrank gefallen 🙂

Tom gewann das Match mit 3:0 Sätzen, er musste allerdings schon an seine Leistungsgrenze gehen um den bis zum letzten Ball kämpfenden Strullendorfer zu bezwingen. In welch starker Verfassung Micha momentan ist zeigte er eindrucksvoll gegen Uwe Bartelt, immerhin einem der besten Spieler im 2. Paarkreuz. Hatte er im ersten Satz noch etwas Pech (12:14) so konnte er die weiteren drei Sätze nach einer sehr starken Vorstellung für sich entscheiden und den Vorsprung vor der zweiten Einzelrunde auf 5:1 ausbauen.

Vielleicht zur Zeit der beste Micha aller Zeiten

Toni hielt es nicht mehr auf dem Stuhl

Doch das Match war noch nicht gewonnen und die Strullis zeigten anschließend das sie zurecht zu den besten Teams der Liga gehören. Chris und Jannik knöpften an ihren starken Leistungen im ersten Durchgang an und spielten auch diesmal wieder am absoluten Limit. Dennoch gingen alle zwei Einzel an die Gäste. Chris und Niklas lieferten sich zunächst ein Drama in fünf Akten welches nichts für schwache Nerven war. Zunächst schaffte Niklas durch zwei mit jeweils 11:9 gewonnenen Sätzen eine konfortable Führung. Chris kämpfte sich eindrucksvoll zurück und gewann die Sätze drei und vier mit 11:5 und 11:9. Der Entscheidungssatz war dann nichts für schwache Nerven. Beide Akteure gaben alles bis zum letzten Tropfen Schweiß. Beim Stand von 9:9 machte Chris einen Aufschlagfehler zum strategisch schlechtesten Zeitpunkt. Niklas nutzte die Chance und den damit verbundenen Matchball gnadenlos aus und holte sich doch noch den Sieg. Vor beiden Spielern muss man aber den Hut ziehen für eine Tischtennis- Show welche die Massen auf den Rängen elektrisierte.

Zeitgleich hatte Jannik gegen Robert Luger einen Plan der zunächst aufzugehen schien. Der erste Satz ging knapp an den Tüschnitzer und auch im zweiten Durchgang war Jannik dran. Robert rettete den Satz aber noch mit 11:9 für sich und brach damit auch den Widerstand seines Gegners. Von diesem Zeitpunkt an übernahmen die Noppen das Kommando und Robert siegte letztlich deutlich.

Zwei packende Spiele im Vorderpaarkreuz brachten Strullendorf auf 3:5 heran

Micha hatte anschließend Alfred Lengenfelder aber sehr gut im Griff und er machte nach einer sehr soliden Leistung den Siegpunkt. Spannender war das Match zwischen Tom und Uwe Bartelt. Tom holte sich überraschend deutlich den ersten Satz was auch mit einem kleinen „Noppentrauma“ von Uwe aus dem letzten Match gegen Tom zu tun hat. Doch dann dachte sich Uwe das die Noppen auch nur mit Wasser gekocht werden oder so ähnlich und spielte im zweiten Satz das was er sonst auch spielt, attraktives Angriffstischtennis. Uwe gewann den zweiten Satz ,er konnte den Schwung aber nicht mit in den dritten Satz nehmen. Dort fuchtelte Tom erneut mit den Noppen herum weshalb Uwe nur noch mit angezogener Handbremse spielte. Im vierten Durchgang zeigte Uwe dann aber welch überragender Angriffsspieler er ist. Tom hätte beim vielen Bälle aufheben auch gleich den Boden mit wischen können, denn er war bis zum Stand von 9:3 für Uwe chancenlos. Sowohl Uwe als auch Tom hatten den Satz eigentlich schon abgehakt. Tom dachte sich warum nicht ein paar Aufschläge und Angriffsbälle für den Entscheidungssatz probieren. Er holte ein paar Punkte auf, lag aber wenig später dennoch mit 6:10 hinten. Ein Netzroller, zwei Hochrisiko Angriffsbälle und zwei leichte Fehler von Uwe und es stand plötzlich 11:10 für Tom. Uwe konnte zwar noch einmal ausgleichen doch Tom machte kurz darauf den Sack zu. Wenn es einmal läuft dann läuft es…

Der Endstand war 7:3 und wir hatten auch das dritte Spiel in der neuen Saison gewonnen. Somit sind wir jetzt die einzige Mannschaft die noch ohne Verlustpunkt ist und stehen weiter an der Tabellenspitze. Am kommenden Wochenende wird es dann interessant, denn wir haben einen Doppelspieltag. Am Freitag ist zunächst Don Bosco Bamberg zu Gast in Tüschnitz, die mit ihrem seit über drei Jahren ungeschlagenen Spitzenspieler Ingwer Leander Neudeck ein schwerer Gegner sind. Am Samstag geht es dann zum absoluten Topfavoriten der Liga, nach Bamberg zur TSG wo wir in den vergangenen Jahren regelmäßig eine Klatsche kassiert haben. Schau mer mal was das Wochenende bringt! Belastungssteuerung ist das Stichwort 🙂