Nach einem fulminanten Heimsieg gegen Scheßlitz ist die Erste nach dem zweiten Spieltag Tabellenführer. Allerdings täuscht das klare Ergebnis über den wahren Spielverlauf hinweg denn das Match hätte durchaus auch anders laufen können, da alle fünf Entscheidungssätze von uns gewonnen wurden.Den einzigen Punkt für die Gäste holte Alexander Wirth-Hau gegen Tom.

Es war einer dieser Tage, an denen einfach alles lief, sogar Tom´s Nase nach einer kleinen Erkältung 🙂 Der Grundstein wurde bereits bei den Doppeln gelegt welche beide überraschend von uns im fünften Satz gewonnen wurden. Nach der desolaten Doppel – Bilanz in der letzten Saison könnte man meinen die Sommerpause wurde intensiv zum Doppel Training genutzt…aber diese These kann man gleich wieder vergessen, denn ein Doppel Training in Tüschnitz ist so unwahrscheinlich wie eine Schlittschuh laufende Kuh auf der Eisbahn… es muss also andere Gründe geben 🙂
Beide Eingangsdoppel waren nach dem Spielverlauf bis zum Entscheidungssatz völlig ausgeglichen. Der fünfte Satz ging in beiden Spielen dann aber mehr als deutlich an die Hausherren. Chris und Jannik wirkten nach vier hart umkämpften Sätzen gegen Loch/Zimmermann völlig losgelöst wie zwei wilde Mustangs und mussten nach dem deutlichen 11:1 mit dem Lasso wieder eingefangen werden. Auch Micha und Tom machten gegen Rudolph/Wirth-Hau schnell Nägel mit Köpfen und ließen sich einen 7:0 Vorsprung nicht mehr nehmen.

Starke Vorstellung von Chris und Jannik
Im ersten Einzel sah es bei Chris gegen Michael Zimmermann zunächst nach einen ungefährteten Sieg aus denn die ersten zwei Sätze gingen klar an den Tüschnitzer. Doch Michael hat in den vergangen Partien oft bewiesen das er sich irgendwann auf seinen Gegner einstellen kann und so war es auch diesmal. Während Chris zunehmend den Faden verlor wurde Michael immer sicherer. Schließlich kam es auch hier zum Entscheidungssatz, in dem Chris die Nerven behielt und mit Glück und Geschick das Match doch noch gewinnen konnte (12:10).

Hart umkämpfter Sieg von Chris gegen Michael
Geschmeidig wie ein Panther, schnell wie ein Gepard und listig wie eine Hyäne, so in etwa könnte man das Spiel von Jannik gegen Wolfgang Loch beschreiben. Da war einfach alles dabei was man braucht um gegen den Schesslitzer Topspieler zu gewinnen. Es war einfach das perfekte Gesamtpaket, bei dem es weder bei der A-Note (Technik und Laufarbeit) noch bei der B-Note (Ästhetik, künstlerische Elemente) Punktabzüge gab.
Nichts auszusetzen gab es danach an der Leistung von Tom gegen Thomas Rudolph. Hoch konzentriert, geduldig, gespickt mit ein paar Elementen aus der „Noppenkiste“ spielte Tom ein solides Match und baute den Vorsprung nach einem glatten 3:0 Sieg auf 5:0 aus.
Spannender ging es an der Nebenplatte zwischen Micha und Alexander Wirth-Hau zu. Es war ein Match über fünf Sätze, in dem jeder seine starken Phasen hatte, aber dann auch wieder jeder dem Gegner genug Zeit zur Regenerierung gab. Auch gegenseitige Geschenke waren keine Seltenheit. So machte Micha seinen Gegner schon mal mit mehreren Aufschlagfehlern glücklich. Dieser bedankte sich dann mit ein paar überhasteten Angriffsbällen. Im Entscheidungssatz gab es dann aber keine Geschenke mehr denn Micha übernahm zunehmend die Kontrolle des Spiels und er holte sich schließlich den Sieg mit 11:7.

Micha behielt gegen Alex am Ende die Nerven
6:0 zur Halbzeit, das war so nicht zu erwarten, denn eigentlich sind Spiele zwischen Tüschnitz und Schesslitz immer knappe Angelegenheiten. Aber bei uns liefan diesem Tag so ziehmlich alles während bei Schesslitz irgendwie der Borkenkäfer im Schlägerholz zu sein schien.
Doch es spricht für die Gäste, dass sie trotz des hohen Rückstandes die Köpfe nicht hängen ließen, ganz im Gegenteil. Zunächst wollte Wolfgang gegen Chris ein Zeichen setzen, doch irgendwie war bei ihm an diesem Freitag der Wurm (oder Käfer) drin. Er kam einfach nicht zu seinem gefürchteten Anfriffsspiel. Es schien als wäre er noch in der Sommerpause mit einem leckeren Cocktail in der Hand, im Hintergrund das Rauschen der Wellen… das Spiel war zu Ende noch bevor der Cocktail leer war 🙂 das soll die Leistung von Chris aber keinesfalls schmälern, denn das hatte schon alles Hand und Fuß (oder Hand und Schläger) was er da spielte.
Beim Match zwischen Jannik und Michael Zimmermann sah dann aber endlich alles nach dem ersten Punkt für die Gäste aus. Michael führte mit 2:0 Sätzen und er war nur noch einen Satz vom Sieg entfernt. Doch Jannik wollte sich nicht so leicht geschlagen geben und investierte noch einmal alles. Mit einer tollen Energieleistung drehte er das Spiel noch und gewann erneut im Entscheidungssatz.
Dann war es aber doch soweit, der hochverdiente erste Punkt für die Gäste war da. Alexander With-Hau musste sich zwar im ersten Satz gegen Tom noch geschlagen geben, konnte danach das Spiel aber noch drehen. Vor allem die Aufschläge und die für Tom etwas zu schnellen Angriffsbälle von Alex brachten den Sieg.

...oder war es doch die zart Rosa Hose von Alex die Tom irritierte?
Es sollte aber der einzige Punkt für die Gäste bleiben denn Micha setzte mit einem 3:0 gegen Thomas Rudolph den Schlusspunkt.
Es war wie schon erwähnt ein Sieg der viel zu hoch ausgefallen ist, vielleicht hatten wir auch einfach nur das Glück das Scheßlitz noch nicht im Flow ist 🙂 Sie nahmen die Niederlage aber mit Humor und wurden dafür nach dem Match mit einer Brotzeit belohnt.
Am kommenden Freitag findet dann das Spitzenspiel zwischen Erster und Zweiter statt, Tüschnitz gegen Strullendorf. Ein Sponsorring macht es möglich, dass alle Zuschauer an diesem Tag freien Eintritt haben was auf eine volle Hütte hoffen lässt 🙂