Ein Nachtrag zu unserer Adventsfeier: Toms Gedichte

Weil es – wie wir meinen – einfach was ganz besonderes ist, und weil sie den Geist unseres Vereinslebens ziemlich gut widerspiegeln, platzieren wir an dieser Stelle auch mal die Gedichte unseres Thomas Förtsch, dessen Spielberichte über unsere erste Mannschaft seit vielen Jahren schon ein Art Kultstatus erreicht haben.
Und auch seine Gedichte sind ganz einfach lesenswert. Da hängt viel Zeit und Herzblut drin.
Viel Spaß beim lesen! – und insbesondere einmal mehr herzlichen Dank an unseren Tom.

Seit der letzten Weihnachtsfeier, Ihr werdet sehen,
ist beim TTC Tüschnitz so einiges geschehen.
Jonas ist jetzt Vorstand seit fast zwei Jahren,
man erkennt ihn an den langen Haaren.
Heinz hat nach einem langen Vorstandsleben
nun das Zepter an seinen Nachfolger abgegeben.
Bei der Verabschiedung, man muss es schon erwähnen,
flossen doch so einige “Ehrenvorstandstränen”.
Und eines fand Heinz besonders toll,die Videobotschaft von Timo Boll (ehemaliger Weltranglisten Erster).
Als Stellvertreter sitzt von der Abteilung “Boule”,
dä Wolfgang auf dem zweiten Vorstandsstuhl.
Unsere Finanzen tut seit vielen Jahren,
dä Förtsch´n Dieter im Geldspeicher aufbewahren,
sein Vorbild ist Dagobert Duck,
des macht er gut der alte Schlack.
Von Finanzkrise und Schulden ist in Tüschnitz keine Rede,
wenn´s um´s Geld geht ist dä Dieter eine echte Rakete.
Er zieht bei der Geldanlage des Vereins alle Register,
Dä Dieter wär der perfekte Finanzminister.

Die Mannschaften sprudeln in Tüschnitz nur so aus dem Boden,
Acht Teams und eine Jugend sind zur Zeit am Start für die Roten,
Dä Platz im Mehrzweckhaus reicht fast scho nimmer aus,
des is ganz klar, wir brauchen a grössers Haus,
Drum hom wir scho mal ernsthaft drüber nachgedacht,
und es ist auch völlig angebracht,
eine neue TTC Arena auf dem Dorfplatz zu errichten,
wir müssen dem Bürgermeister nur noch davon berichten.
Su ähnlich wie die “HUK Arena” in Coburg sollte sie sein,
dann passen ganz sicher alle Mannschaften rein.
Des hätte den Vorteil, sollte Olympia wirklich nach Deutschland kommen
Tüschnitz würde sicher den Zuschlag für Tischtennis – Events bekommen.

Die achte Mannschaft ist ganz neu im Spielbetrieb dabei,
Die sind hoch motiviert und die hänga sich voll nei,
Am 11.11 spielte unsere achte,
hört mal zu was die so machte.
Die dachten Obersdorf liegt hinter den Bergen,
da treten wir an mit sogar sieben Zwergen.
Doch das ganze hat leider nichts gebracht,
die Gegner haben sich darüber nur fast totgelacht.
Sogar Schneewittchen Susie war mit dabei,
Doch auch ihr Spiel war ziemlich schnell vorbei.
Trotzdem gab es danach ne leckere Gulaschsuppe,
Die achte is scho ne coole Truppe.
Einer von ihnen ist der Jürgen Weiß,
er überzeugt durch viel Ehrgeiz und Trainingsfleiß
Jeden Tag a bissla besser wern, des is sei Ziel,
und a Taktik, die gibt´s meistens erst nach´m Spiel.

Unser neuer Trainingsroboter des is dä Knaller,
er wurde hauptsächlich angeschafft für unsern Edgar Schaller.
Unzählige Stunden hom die Zwei miteinander verbracht,
manchmal blieb Eddy sogar über Nacht.
Die Zwaa sind inzwischen scho lang per Du,
wos sogt eigentlich sei Fraa däzu?
Als Eddy im Sommer in Urlaub fuhr,
da kullerten beim “ROBBY“ die Tränen nur.
Das Wiedersehen nach zwei Wochen war dann emotional,
ROBBY katapultierte die Bälle vor Freude durch den ganzen Saal.

Neulich gab es von unserer Jugend eine tolle Aktion,
für ihren Trainer Heinz, für seine super Arbeit als Lohn.
Sie haben für ihn ein T-Shirt gemacht,
und „so sieht a cooler Trainer“ als Schriftzug drauf gemacht.
Heinz tut seit Jahrzehnten das Jugendtraining leiten
und unseren Kids viel Freude bereiten.
Unzählige Talente spielen heute noch im Verein,
alle aus der Talentschmiede von Heinz, ist das nicht fein?
Drum lieber Heinz wirst Du kurzer Hand,
hier und jetzt zum Ehrenjugendwart ernannt.

Die 1. Mannschaft fuhr letztes Jahr,
zum Freundschaftsspiel nach Inzing in Austria.
Am Samstag wurde eine Bergwanderung gemacht
und am Abend folgte dann eine rauschende Nacht.
Auf dem Sommerfest in Inzing haben ein paar Tüschnitzer Halunken,
etwas zu viel gebechert und sind dann versunken.
Philipp, Jannik, Leon, Tom und Melissa waren der harte Kern,
vier davon sahen später nur noch die Stern.
Melissa hat die Vier irgendwann ins Hotel gebracht,
was folgte war für alle eine sehr harte Nacht.
Tom´s Bett war zu klein, deshalb legte er sich quer,
dass er noch einen Socken an hatte bemerkte er nicht mehr.
Philipp hatte im Zimmer eine „Toilette to go“,
sie war nicht festgeschraubt, des war die Show!
Und er hätte sie fast nach dieser heißen Nacht,
aus Sicherheitsgründen mit ans Bett gebracht.
Am nächsten Morgen waren die Äuglein zwar klein,
Doch alle fünf Nachtschwärmer liefen sogar als erstes im Frühstückssaal  ein.

Der TTC veranstaltet seit zwanzig Jahren den Bürgermeistercup, ein großes Turnier,
von Freitag bis Sonntag, Probleme gibt´s dou überhabbd goh nier.
Doch im letzten Jahr is was kurioses geschehen,
die Beteiligten sprachen danach von einem „Versehen“.
Sie hom in der Küch`n anstatt an Kühl- an Gefrierschrank aufgebaut,
– die Kuchen senn bis heut noch ned aufgetaut.
“Frozen Spezi” gabs dann am Samstag zu genießen,
den Kuchen verwendete man zum Eisstockschießen.
A ganz schlauer meinte: “Hobt ihr ka Mikrowelle”?…
…des würde den Kuchen weich machen auf die Schnelle.
Letztendlich war alles aber nur halb so schlimm,
wir hatten trotzdem nach dem Turnier an Rekordgewinn!

Seit vielen Jahren gibt es bei uns auch eine Bierkopfgruppe,
zum Glück nimmt des Finanzamt die ned unter die Lupe.
Einer der Karter ist der Dieter Haaf,
a feiner Kerl, ganz lieb und meistens brav.
Doch beim Mischen hat er seltsame Methoden,
nicht ganz legal – ja sogar verboten.
Seine Kollegen behaupten er würde bescheißen,
aber bis heute konnte man ihm noch nix beweisen.
In Unterweltkreisen wird rum erzählt,
dä Dieter hot einst auf dubiose Weise verdient sei Geld.
Angeblich wird er gesucht von der Polizei,
international wegen Hütchenspielerei.
Es wird auch behauptet, schon seit vielen Wochen,
Huby und Tom hätten beim gemeinsamen Radeln was abgesprochen.
Drei mal Husten bedeutet: ich hob drei Trümpf,
des sind zwei echte Gaunerschlümpf.
Doch Huby schwört dann seinerseits,
ich bin erkältet und hob bluos an Hustenreiz.

Zum Abschluss ein paar Worte, die müssen noch sein,
der TTC Tüschnitz ist einfach a geiler Verein.
Tischtennis wird hier noch akribisch gelebt,
es wird so lang gespielt bis der Boden bebt.
Die Gäste fahren immer sehr gerne hier her,
denn sie wissen, nach dem Spiel bleibt der Magen nie leer.
Ob Klüeß, Eintopf oder einfach nur Wiener,
sie lassen sich immer was neus einfall, die alten Schlawiner.
Wir hom aa Europas besten Getränkewart, den Dieter G.,
in sein` Kühlschrank gibt`s fast alles, bluos kann Kaffee.
Im Verein gibt es viele fleißige Personen,
die alles geben und sich überhaupt nicht schonen.
Dä Micha Kestel schreibt als Schriftführer des Protokoll,
des macht er ganz besonders toll.
Dä Jürgen Weiß tut unter dä Woch`n ned nur trainieren
sondern als Gerätewart auch die Netze reparieren.
Auch die Mannschaftsführer machen an geilen Job,
in jeder Mannschaft senn die einfach nur top!
Dä Tom schreibt für die 1. Mannschaft die Berichte,
des wird dann meist a lustige Geschichte.

Lasst uns das Vereinsleben weiter gemeinsam pflegen
und für den TTC Tüschnitz immer alles geben.
Dann wird unser Verein, ihr werdet sehen,
auch in 100 Jahren nicht unter gehen.
Am Schluss bitte noch einen großen Applaus,
für die Roten Teufel vom Mehrzweckhaus.